First-Party-Betrug: Kleine Kundengruppe mit großem Schaden
Eine aktuelle Studie zeigt: Während klassischer Kartenbetrug zurückgeht, wird ein anderes Problem zum teuersten Risiko im Onlinehandel – Betrug durch legitime Kunden.
Der aktuelle Adyen-Bericht zur Betrugsentwicklung offenbart ein überraschendes Phänomen: Während traditionelle Kartenbetrug um ein Fünftel gesunken ist, gewinnt First-Party-Betrug an Bedeutung. Dabei nutzen echte Kunden ihre eigenen Identitäten und Zahlungsmittel, um betrügerisch Erstattungen zu erzwingen.
Die Zahlen sind bemerkenswert: Nur drei Prozent aller Kundenidentitäten sind für etwa 50 Prozent aller Erstattungskosten verantwortlich. Jeder einzelne Fall dieser Art Betrug verursacht dem Händler durchschnittliche Kosten von etwa 82 Dollar.
Für Online-Shops stellt First-Party-Betrug damit ein deutlich kostspieliger werdendes Problem dar. Dies erfordert eine Neubewertung von Sicherheitsstrategien, die sich zunehmend weniger auf externe Angreifer konzentrieren sollten, sondern auf das Verhalten etablierter Kundenkonten.